Internetsicherheit für Kinder: 10 Regeln, die Eltern kennen sollten
Das Internet kann für Kinder ein großartiger Ort sein, um zu lernen, Neues zu entdecken und sich zu unterhalten. Gleichzeitig bringt es aber auch ernsthafte Risiken mit sich. Von Cybermobbing über Online-Täter bis hin zu Datenschutzproblemen sind Kinder Gefahren ausgesetzt, die vielen Eltern gar nicht bewusst sind.
Genau deshalb ist es wichtig, klare und altersgerechte Regeln für eine sichere Internetnutzung festzulegen. In diesem Artikel zeigen wir dir zehn grundlegende Regeln zur Internetsicherheit, die jeder Elternteil kennen sollte, um Kinder im Netz besser zu schützen und Kinder sicher im Internet zu begleiten.
Warum ist es wichtig, Kindern Internetsicherheit beizubringen?
Internetsicherheit ist deshalb so wichtig, weil Kinder online ganz anderen Risiken begegnen als viele Erwachsene in ihrer eigenen Kindheit. Ohne klare Anleitung werden Kinder, die altersbedingt noch nicht über die nötige psychologische Reife verfügen, schnell Opfer von Cybermobbing, Online-Tätern, Betrugsversuchen oder Datenschutzverletzungen, weil sie echte Informationen schlechter von Falschinformationen unterscheiden und Warnsignale von Betrug nicht zuverlässig erkennen.
Genauso wichtig ist jedoch ein anderer Aspekt: Kinder können selbst, oft ohne es zu merken, problematisches Verhalten zeigen, etwa durch das Teilen verletzender Inhalte oder die Beteiligung an Mobbing. Wenn sie lernen, sich verantwortungsvoll im Internet zu bewegen, schützt das nicht nur sie selbst, sondern verhindert auch, dass sie anderen schaden.

Die digitale Welt, in der sich Kinder bewegen
Kinder wachsen heute mit sozialen Netzwerken, Video-Plattformen, Online-Spielen und Apps auf, die Daten sammeln oder weitergeben. Viele Kinder nutzen diese Angebote, bevor sie wirklich verstehen, wie digitale Räume funktionieren oder welche Folgen ihr Verhalten haben kann.
Der nahezu unbegrenzte Zugang zur digitalen Welt kann zwar frühe Kommunikationsfähigkeiten fördern, erhöht aber gleichzeitig das Risiko für Cybermobbing, Desinformation oder den Kontakt mit Online-Tätern. Kindern diese Zusammenhänge zu erklären, ist entscheidend, um sie sowohl auf die Chancen als auch auf die Gefahren des Internets vorzubereiten.
Kinder im Netz: Risiken und Gefahren
Kinder sind im Internet einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die Gefahren im Internet für Kinder zu erklären, ist für Eltern besonders wichtig, da viele Bedrohungen nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Dazu zählen ungeeignete Inhalte, Cybermobbing, Datenschutzprobleme, Online-Grooming und Betrugsversuche. Viele dieser Gefahren sind nicht auf den ersten Blick erkennbar und verstecken sich oft in harmlos wirkenden Apps oder Spielen. Ohne passende Anleitung geben Kinder möglicherweise unbewusst persönliche Informationen preis oder geraten ins Visier gezielter Manipulationsversuche.
Altersabhängige Risiken im Internet
Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass Kinder je nach Alter unterschiedlichen Gefahren im Internet ausgesetzt sind und daher altersgerechte Unterstützung benötigen. Diese kurze Übersicht hilft dir dabei, altersgerechte Unterstützung und klare Regeln für sicheres Verhalten im Netz zu geben.

- Alter 0 bis 5: In diesen frühen Jahren haben Kinder in der Regel noch keine eigenen Geräte. Sie schauen Videos oder nutzen Lernspiele, die für sie ausgewählt werden. Die größte Herausforderung für Eltern besteht darin, geeignete Webseiten und Apps auszuwählen, damit Kinder nicht mit ungeeigneten Inhalten in Kontakt kommen.
- Alter 6 bis 10: Kinder in diesem Alter beginnen oft, das Internet selbstständiger zu erkunden. Deshalb ist es wichtig, ihnen die grundlegenden Fähigkeiten für eine sichere Nutzung zu vermitteln und passende Jugendschutzeinstellungen zu aktivieren. Gleichzeitig solltest du klare Grenzen für die Gerätenutzung setzen und deinem Kind helfen, Bildschirmzeit und andere Aktivitäten in Balance zu halten.
- Alter 11 bis 13: Viele Kinder nutzen in diesem Alter erstmals soziale Netzwerke. Dadurch haben sie häufiger Kontakt zu Fremden und geraten schneller in soziale Konflikte mit Freunden oder Mitschülern, etwa durch Cybermobbing. Für Eltern ist es in dieser Phase besonders wichtig, über die Risiken von zu vielen persönlichen Informationen und den Umgang mit toxischen Personen im Internet zu sprechen.
- Alter 14 bis 17: Für Jugendliche ist das Internet ein fester Bestandteil des Alltags, sei es für Schule, soziale Kontakte, Unterhaltung oder Selbstdarstellung. Mit der wachsenden Selbstständigkeit steigen auch die Risiken für die eigene digitale Spur und die Privatsphäre. Zu strenge Kontrollen können in diesem Alter jedoch dazu führen, dass Jugendliche ihre Online-Aktivitäten verbergen. Regelmäßige Gespräche und offene Kommunikation über digitale Sicherheit sind hier oft wirkungsvoller.
Digitale Kompetenz früh aufbauen
Wer früh mit der Vermittlung von Internetsicherheit beginnt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Kinderschutz im Internet und hilft Kindern dabei, ein klares Verständnis für sicheres Verhalten im Netz zu entwickeln. Altersgerechte Gespräche über Privatsphäre, Respekt und kritisches Denken legen die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Gerade jüngere Kinder sind besonders aufnahmefähig für diese Inhalte. Dadurch lassen sich gute Gewohnheiten etablieren, die auch dann bestehen bleiben, wenn sie später mehr digitale Freiheit erhalten.
Langfristige Folgen unsicheren Online-Verhaltens
Unsicheres Verhalten im Internet kann langfristige psychische Auswirkungen haben. Dazu gehören Belastungen der mentalen Gesundheit, ein geringeres Selbstwertgefühl sowie eine erhöhte Anfälligkeit für weiteres Cybermobbing oder Grooming-Versuche. Hinzu kommen mögliche Rufschäden, schlechtere schulische Leistungen und Schwierigkeiten, stabile Beziehungen aufzubauen. Inhalte, die Kinder online teilen, können sie bis ins Erwachsenenalter begleiten und später sogar Einfluss auf Studienplätze oder berufliche Chancen haben.
10 Tipps zur Internetsicherheit für Kinder
1. Sprich mit deinem Kind über seine digitale Spur
Alles, was dein Kind online postet, teilt oder kommentiert, wird Teil seiner digitalen Spur. Diese kann sehr lange sichtbar bleiben. Entscheidungen aus jungen Jahren können später Auswirkungen auf Schule, Ausbildung, Beruf oder das soziale Umfeld haben. Erkläre deinem Kind, dass selbst privat versendete Informationen weitergegeben oder veröffentlicht werden können und dass nahezu alles, was online passiert, irgendwo gespeichert bleibt.
2. Hilf deinem Kind, sichere von schädlichen Webseiten zu unterscheiden
Zeige deinem Kind, woran vertrauenswürdige Webseiten zu erkennen sind, zum Beispiel an sicheren Verbindungen mit https, korrekter Sprache und bekannten Domain-Namen. Schädliche Webseiten enthalten oft irreführende Inhalte, Schadsoftware oder ungeeignetes Material. Schon der Besuch solcher Seiten kann ein Risiko darstellen.
Ermutige dein Kind, bei Unsicherheit immer eine vertraute erwachsene Person zu fragen. Zusätzlich kann ein kinderfreundlicher Browser helfen, Risiken zu reduzieren. Eltern sollten außerdem überlegen, problematische Webseiten gezielt zu sperren.
3. Vermittle, warum persönliche Daten nicht geteilt werden sollten
Kinder sollten wissen, dass persönliche Informationen nicht ohne Erlaubnis weitergegeben werden dürfen. Dazu zählen vollständiger Name, Adresse, Telefonnummer oder Angaben zur Schule. Auch scheinbar harmlose Details können Betrug, Identitätsdiebstahl, Doxxing oder den Kontakt mit Online-Tätern begünstigen. Mach klar, dass private Daten nur mit vertrauenswürdigen Erwachsenen oder sicheren Diensten geteilt werden dürfen, wenn es wirklich notwendig ist.
4. Ermutige zu starken und einzigartigen Passwörtern
Ein sicheres Passwort ist die erste Schutzlinie gegen unbefugten Zugriff. Zeige deinem Kind, wie starke Passwörter aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen entstehen und wie Zwei-Faktor-Authentifizierung zusätzlichen Schutz bietet. Ein Passwortmanager wie ExpressVPN Keys hilft dabei, Zugangsdaten sicher zu speichern und für jedes Konto ein einzigartiges, starkes Passwort zu erstellen.
5. Installiere Sicherheitssoftware und halte sie aktuell
Ein gutes Antivirus-Programm ist eines der wichtigsten Werkzeuge, um Kinder im Internet zu schützen. Es verhindert, dass unbeabsichtigt Schadsoftware installiert wird, und bietet Schutz vor Phishing-Versuchen. Achte außerdem darauf, dass Betriebssysteme und Apps regelmäßig aktualisiert werden, damit bekannte Sicherheitslücken geschlossen sind.
6. Richte ein kinderfreundliches VPN ein
Ein kindgerechtes und schulgeeignetes VPN kann helfen, Standortdaten zu schützen und Datendiebstahl in öffentlichen oder privaten WLAN-Netzen zu verhindern. ExpressVPN bietet zusätzlich integrierte Filter und Inhaltsbeschränkungen für jüngere Nutzer. Die Datenschutzrichtlinien sind klar, und es werden keine Daten von Kindern gesammelt oder an Dritte weitergegeben. Wenn du noch keine Erfahrung mit VPNs hast, lohnt sich ein Blick in eine ausführliche Anleitung zur Einrichtung und Nutzung von ExpressVPN.
7. Erkläre die Gefahren von Online-Kontakten mit Fremden
Sprich mit deinem Kind darüber, dass nicht nur im echten Leben, sondern auch online Vorsicht gegenüber Fremden geboten ist. Erkläre, dass sich Personen im Internet als Gleichaltrige oder vertrauenswürdige Erwachsene ausgeben können, um Vertrauen zu gewinnen und zu manipulieren. Dein Kind sollte verdächtiges Verhalten melden und niemals persönliche Informationen oder Bilder an Personen senden, die es nicht persönlich kennt.
8. Beobachte die Nutzung sozialer Netzwerke und sei offen dabei
Auch wenn die Privatsphäre wichtig ist, solltest du die Social-Media-Aktivitäten deines Kindes im Blick behalten, vor allem in jungen Jahren. Geht gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen durch, sprecht darüber, was angemessen ist, und überprüft regelmäßig, ob alles in Ordnung ist. Wenn du transparent damit umgehst, dass du Einblick hast, fördert das sowohl einen verantwortungsvollen Umgang als auch Vertrauen zwischen dir und deinem Kind.
9. Bringe deinem Kind bei, Online-Betrug zu erkennen
Kinder werden zunehmend über E-Mails, soziale Netzwerke und Spieleplattformen ins Visier von Betrügern genommen. Erkläre, warum unbekannte Links, verdächtige Downloads oder Nachrichten mit Gewinnversprechen gemieden werden sollten. Unterstütze dein Kind dabei, zusätzliche Sicherheitsmechanismen wie Mehr-Faktor-Authentifizierung zu nutzen, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
10. Fördere einen gesunden Umgang mit Bildschirmzeit
Setze klare Regeln dafür, wann und wie lange Geräte genutzt werden dürfen. Achte auf eine ausgewogene Mischung aus Online- und Offline-Aktivitäten und sprich dein Kind an, wenn du Anzeichen einer Abhängigkeit bemerkst. Am einfachsten lassen sich feste Grenzen mit Jugendschutz-Apps umsetzen, die Zeitlimits und feste Nutzungszeiten erlauben.
Elterliche Kontrollfunktionen und Aufsichtstools nutzen
Jugendschutz-Apps helfen dabei, die Internetnutzung deines Kindes zu überwachen, Nutzungszeiten festzulegen und problematische Webseiten zu blockieren. Diese Werkzeuge sind besonders hilfreich, wenn Kinder ihre ersten Erfahrungen im Internet machen.
Das durchschnittliche Alter, in dem Kinder ihr erstes internetfähiges Gerät erhalten, liegt bei etwa zehn Jahren. Gleichzeitig ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, dass Kinder bereits im Vorschulalter eigene Geräte nutzen. In diesem Alter ist das Verständnis für die langfristigen Folgen des eigenen Handelns noch nicht vollständig entwickelt.

Egal, ob du umfassende Jugendschutzfunktionen nutzt, die Standort, Internetverlauf und Nutzungsdauer deines Kindes überwachen, oder einfachere Lösungen wie den Inhaltsfilter von ExpressVPN einsetzt, elterliche Kontrollfunktionen machen die Gerätenutzung für Kinder insgesamt sicherer.
Wie Internetsicherheit Teil des Alltags deines Kindes wird
Wenn Internetsicherheit wirklich wirken soll, darf sie kein einmaliges Gespräch bleiben. Sie sollte Teil des täglichen Lebens sein. Mit diesen Ansätzen kannst du deinem Kind im Alltag immer wieder vermitteln, warum sicheres Verhalten im Internet wichtig ist.

- Regelmäßig erinnern: Kurze, wiederholte Hinweise wie „Sprich online nicht mit Fremden" oder „Denk nach, bevor du etwas teilst" helfen dabei, diese Regeln zu verinnerlichen, bis sie ganz selbstverständlich werden.
- Alltagssituationen nutzen: Wenn aktuelle Nachrichten, ein Spiel oder ein Film ein Thema rund um Internetsicherheit aufwerfen, nutze den Moment für ein Gespräch. Konkrete Beispiele aus dem echten Leben machen verständlich, warum diese Regeln wichtig sind.
- Gutes Verhalten vorleben: Kinder orientieren sich stark an dem, was sie bei Erwachsenen sehen. Nimm dir bewusst Zeit ohne Smartphone und achte selbst auf einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
- Konsequent bleiben: Lege klare Regeln für Bildschirmzeit, Pausen und Offline-Aktivitäten fest und halte sie ein. Verlässlichkeit hilft Kindern, gesunde digitale Gewohnheiten zu entwickeln und Grenzen zu verstehen.
- Am digitalen Leben teilhaben: Zeige echtes Interesse an den Online-Erlebnissen deines Kindes. Welche Spiele spielt es gerade? Mit wem spielt es zusammen? Regelmäßige, ungezwungene Gespräche fördern Vertrauen und Aufmerksamkeit.
Hilfreiche Ressourcen zur Internetsicherheit für Eltern und Lehrkräfte
Gut informiert zu bleiben ist ein zentraler Bestandteil von Kinderschutz im Internet. Zum Glück gibt es mehrere vertrauenswürdige Plattformen, die kostenlose und altersgerechte Materialien anbieten, mit denen Kinder gesunde und sichere Online-Gewohnheiten entwickeln können.
Googles Be Internet Awesome
Be Internet Awesome von Google vermittelt Kindern grundlegende Kenntnisse zur sicheren Internetnutzung durch interaktive Lektionen und Spiele.
Der Kern des Programms ist das Spiel Interland. Dort lernen Kinder wichtige Themen wie Privatsphäre, das Erkennen von Phishing und respektvolle Kommunikation. Interland besteht aus vier Bereichen. Kind Kingdom zeigt, dass das Internet positive wie auch negative Inhalte verstärken kann. Reality River hilft dabei, echte Informationen von Falschmeldungen zu unterscheiden. Mindful Mountain erklärt, welche Inhalte geteilt werden sollten und welche nicht. Tower of Treasure verdeutlicht, wie wichtig der Schutz persönlicher Daten ist.
Das Programm enthält außerdem Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte. Es richtet sich an Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren und orientiert sich an den Standards der International Society for Technology in Education.
Digitale Medienkompetenz-Tools von Common Sense Media
Common Sense Media bietet ein umfassendes Lehrkonzept zur digitalen Bürgerschaft für die Klassen 1–12, das an tausenden Schulen eingesetzt wird. Die Inhalte behandeln unter anderem Cybermobbing, Datenschutz, Medienbalance und kritisches Denken. Jede Lerneinheit ist altersgerecht aufgebaut und umfasst Videos, Lernüberprüfungen sowie ergänzende Materialien für Familien.
Youville der Federal Trade Commission
Youville ist eine virtuelle Stadt, die von der Federal Trade Commission entwickelt wurde. Ziel ist es, Kindern auf verständliche und spielerische Weise Wissen über Online-Datenschutz und digitale Verantwortung zu vermitteln. Das Angebot richtet sich an Vor- und frühe Jugendliche und stellt realitätsnahe Szenarien dar, in denen Entscheidungen zu Informationsfreigabe, Passwortverwaltung und vertrauenswürdigen Webseiten getroffen werden müssen.
Cybersmart Challenge von eSafety
Die Cybersmart Challenge wurde von eSafety entwickelt, einer unabhängigen australischen Aufsichtsbehörde für Online-Sicherheit. Der Kurs bietet Videos und Unterrichtspläne für verschiedene Altersgruppen. Thematisch geht es unter anderem um Cybermobbing, unerwünschte Online-Kontakte, kritisches Denken und den Schutz persönlicher Informationen.
Education Arcade
Education Arcade wurde von einem IT-Experten gegründet, der selbst begeisterter Gamer ist. Das Angebot nutzt spielbasierte Lernformate mit verschiedenen Spielen und Quizzen. Behandelt werden Themen wie Passwortsicherheit, Phishing und Betrug mit gefälschten Rechnungen. Die Quizformate sind auf Mobilgeräten und Desktop-Computern nutzbar. Die Spiele selbst können derzeit nur auf Desktop-Computern gespielt werden.
Cyber Games von The Cyber Trust
Willkommen in Cyber Land, einer fiktiven Stadt, in der Spieler verschiedene Aspekte der Cybersicherheit kennenlernen. Die Cyber Games wurden in Zusammenarbeit mit der britischen National Crime Agency entwickelt. Jedes Spiel der Cyber Games U.K.-Sammlung behandelt eine andere Form von Cyberangriffen, darunter Schadsoftware, Codeentschlüsselung, Datenlecks, Passwortsicherheit und Netzwerkschutz.
Unterhaltsame und lehrreiche Videos zur Internetsicherheit für Kinder
Sicher im Internet für Kinder
Dieses Video wurde von der WNS Cares Foundation produziert, einer Organisation, die mit Schulen, Lehrkräften und Eltern zusammenarbeitet, um benachteiligte Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Es bietet eine verständliche Einführung in sichere Internetnutzung und behandelt Themen wie den Umgang mit Fremden, den Schutz von Online-Konten und den richtigen Umgang mit ungeeigneten Inhalten.
Sicheres Verhalten im Internet
Ein informatives Video der Australian Broadcasting Corporation, eines öffentlich-rechtlichen Senders. Es geht detailliert auf Themen wie digitale Hygiene, Tracking, Profilbildung und Internet-Trolle ein. Anschauliche Beispiele aus dem Alltag verleihen den Inhalten zusätzliche Wirkung.
Verantwortungsvoller Umgang mit Technik für Kinder
Das Video Responsible Use of Technology for Kids wurde von Smile and Learn veröffentlicht, einem EdTech-Unternehmen. Es bietet Kindern einen guten Überblick darüber, welche Chancen und Risiken das Internet mit sich bringt. Besonders hervorgehoben werden der verantwortungsvolle Umgang mit eigenen Geräten, das Erkennen von Cybermobbing und das Identifizieren von Falschmeldungen.
Digitale Kompetenz für Kinder: Umgang mit Fremden im Internet
Dieses hochwertig produzierte Kurz-Video stammt von Bark, einer bekannten Jugendschutz-App. Es erklärt, dass Menschen im Internet nicht immer die sind, für die sie sich ausgeben. Der Fokus liegt auf Online-Tätern und darauf, wie Kinder reagieren sollten, wenn sie mit solchen Situationen konfrontiert werden.
FAQ: Häufige Fragen zur Internetsicherheit für Kinder
Welche Regeln zur Internetsicherheit gelten für Kinder?
Es gibt einige grundlegende Regeln, die Kinder immer befolgen sollten, um im Internet sicher zu bleiben. Sprich mit deinem Kind darüber, keine persönlichen Informationen wie vollständigen Namen, Adresse oder Schule zu teilen, nicht mit Fremden online zu kommunizieren, keine Online-Kontakte im echten Leben zu treffen und sich bei unangenehmen Situationen sofort an eine vertraute erwachsene Person zu wenden. Bei jüngeren Kindern sollten neue Apps nur mit elterlicher Erlaubnis installiert werden. Zusätzlich ist es sinnvoll, Jugendschutzfunktionen zu nutzen, um die Online-Aktivitäten deines Kindes im Blick zu behalten.
Was ist das IKVK-Modell zur Internetsicherheit?
Das IKVK-Modell hilft dabei, die wichtigsten Risiken für Kinder im Internet einzuordnen. Es unterscheidet vier zentrale Bereiche:
- Inhalte: Kontakt mit ungeeigneten oder schädlichen Inhalten.
- Kontakte: Kommunikation mit potenziell gefährlichen Personen.
- Verhalten: Riskantes oder unangemessenes Verhalten im Internet.
- Konsum: Risiken durch Online-Käufe, Abofallen oder Betrugsversuche.
Was sind fünf wichtige Fakten zur Online-Sicherheit?
Zu den wichtigsten Grundlagen der Internetsicherheit zählen:
- Persönliche Daten sollten vertraulich bleiben.
- Passwörter müssen stark und einzigartig sein und sicher in einem Passwortmanager gespeichert werden.
- Regeln von Eltern oder Erziehungsberechtigten gelten auch online.
- Cybermobbing oder unangemessenes Verhalten sollten immer einer vertrauten Person gemeldet werden.
- Nicht alles im Internet ist wahr, Informationen sollten geprüft und neue Kontakte kritisch hinterfragt werden.
Ab welchem Alter sollte ich meinem Kind Internetsicherheit beibringen?
Du solltest mit dem Thema Internetsicherheit beginnen, sobald dein Kind digitale Geräte nutzt, meist im Alter von etwa vier bis fünf Jahren. Am Anfang reichen einfache Gespräche, zum Beispiel darüber, keine persönlichen Informationen weiterzugeben und dass nicht jede Person im Internet vertrauenswürdig ist.
Wie erkenne ich, ob eine Webseite für mein Kind sicher ist?
Diese Hinweise helfen bei der Einschätzung, wie sicher eine Webseite ist:
- Achte darauf, dass die Internetadresse mit „https" beginnt.
- Nutze bekannte Sicherheitsprüfungen, um Webseiten auf Schadsoftware oder Phishing zu überprüfen.
- Lies die Datenschutzerklärung und prüfe, ob sensible persönliche Daten gesammelt werden.
- Stelle sicher, dass die Inhalte altersgerecht und frei von schädlichem Material sind.
Woran erkenne ich Online-Mobbing oder Grooming?
Mögliche Anzeichen für Cybermobbing oder Grooming sind:
- Plötzliche Veränderungen im Verhalten oder in der Stimmung
- Geheimniskrämerei in Bezug auf Online-Aktivitäten
- Geschenke oder Nachrichten von unbekannten Personen
- Sprachgebrauch, der nicht zum Alter des Kindes passt
- Rückzug, Unsicherheit oder Angst
- Widerwillen, zur Schule zu gehen, stärker als sonst
Was soll ich tun, wenn mein Kind online gemobbt wird?
Bleib ruhig, höre deinem Kind aufmerksam zu und vermittle ihm, dass es nicht allein ist. Falls nötig, kann auch professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Sichere Beweise, indem du Screenshots erstellst oder Unterhaltungen speicherst, und hilf deinem Kind dabei, den Täter zu blockieren und zu melden. Handelt es sich um einen Mitschüler, ist es meist sinnvoller, die Schule einzubeziehen, statt andere Eltern direkt zu konfrontieren. Bei ernsthaften Bedrohungen solltest du zusätzlich die Polizei informieren.
Wie spreche ich mit meinem Kind über Internetsicherheit?
Gestalte das Gespräch offen und nicht als Belehrung. Erkläre ehrlich, warum dir bestimmte Regeln wichtig sind, und verzichte auf Angstmacherei. Altersgerechte Beispiele aus dem Alltag helfen deinem Kind, die Zusammenhänge besser zu verstehen.
Ab welchem Alter sollte mein Kind soziale Netzwerke nutzen dürfen?
Jedes Kind ist unterschiedlich, doch die meisten sozialen Netzwerke erlauben die Nutzung erst ab 13 Jahren, und das aus gutem Grund.
Zum einen gibt es Datenschutzbedenken, da viele Apps umfangreiche Daten sammeln. Zum anderen bedeutet Social Media den Kontakt mit wenig moderierten Inhalten und Interaktionen, was sich negativ auf Selbstwertgefühl, Körperbild und emotionales Wohlbefinden auswirken kann.